EU-Projektförderung
Für den Zeitraum 2007 bis 2013 hat die Europäische Union eine neue Förderperiode begonnen. Im Rahmen der Planungen wurden einige Förderprogramme neu aufgelegt, zusammengefasst oder neue Programme eingeführt.
Strukturfonds
Die Regionalpolitik der EU – auch Kohäsionspolitik genannt – hat in den vergangenen zwanzig Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile wird mehr als ein Drittel des gesamten EU-Haushaltes für die Strukturförderung ausgegeben. Ziele der Strukturfonds sind die Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhaltes und der Förderung einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft. Für die neue Förderperiode wurden drei Strukturfonds mit insgesamt 308 Mrd. Euro aufgelegt
- Europäischer Fonds für regionale Zusammenarbeit (EFRE),
- Europäischer Sozialfonds (ESF) und
- Kohäsionsfonds (für NRW nicht relevant)
Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER), der als Teil der gemeinsamen Agrarpolitik der EU der ländlichen Entwicklung und der Diversifizierung der Wirtschaft im ländlichen Raum zugute kommen soll, leistet ebenfalls einen Beitrag zu den Zielen der Kohäsionspolitik.
Nach NRW fließen rund 2 Mrd. Euro aus dem EFRE und ESF. Diese Mittel speisen mehrere sogenannte Operationelle Programme u.a. das NRW Ziel 2-Programm (EFRE) und das ESF Programm für NRW. Aus dem Programm ELER wird das NRW-Programm "Ländlicher Raum" gefördert.
Nordrhein-Westfalen kann sich darüber hinaus an weiteren Förderprogrammen aus den Strukturfondsmitteln, dem "Programm zur Förderung der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit INTERREG IV" mit den Teilprogrammen zur transnationalen (B für Nordwesteuropa) und interregionalen Zusammenarbeit (C) sowie den Spezialprogrammen URBACT II für Städte und ESPON für die Forschung im Bereich der Raumentwicklung, beteiligen.
Gemeinschaftsinitiativen
Neben den Strukturfonds gibt es eine Vielzahl von Gemeinschaftsinitiativen mit über 200 Einzelprogrammen zu verschiedenen Politikbereichen. Diese Programme sind international ausgerichtet und setzen transnationale Kooperationen und einen transnationalen Mehrwert voraus. Anträge können aufgrund von Ausschreibungen der Generaldirektionen der Europäischen Kommission, die häufig in einem regelmäßigen Turnus erfolgen, eingereicht werden. Durch die EU erfolgt nur eine Ko-Finanzierung. Fördernehmer müssen daher einen Eigenanteil erbringen.
Im folgenden werden einige Initiativen - nach Politikfeldern gegliedert - vorgestellt:
