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22.12.11 14:43 Alter: 147 Tage

Eurobarometer: Bürger vertrauen in der Krise auf die EU

Mehr Vertrauen in EU als in nationale Regierungen


Die Europäer trauen eher der Europäischen Union als den nationalen Regierungen zu, mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise fertig zu werden.

Dies ergab eine heute (Donnerstag) von der  EU-Kommission vorgestellte Umfrage. Wie bereits in früheren Umfragen hält die EU in dieser Frage ihren ersten Platz (23 Prozent), gefolgt von den nationalen Regierungen (20 Prozent).

Für eine Europäische Wirtschafts- und Währungsunion mit einer gemeinsamen Währung, nämlich dem Euro, sind 66 Prozent der befragten Deutschen (EU27: 53 Prozent). Was die Lage der deutschen Wirtschaft angeht, sind die Deutschen optimistisch: 78 Prozent der Befragten halten die wirtschaftliche Situation Deutschlands für gut, im EU-Durchschnitt sind nur 28 Prozent dieser Ansicht. 24 Prozent der Deutschen glauben, die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt haben bereits ihren Höhepunkt erreicht, 61 Prozent sehen das anders. Europaweit sehen die Menschen dies ähnlich: im EU-Durchschnitt sind 23 Prozent der Ansicht, dass die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze bereits ihren Höhepunkt erreicht haben, 68 Prozent nicht.

Insgesamt trauen die Europäer der Europäischen Union weiterhin mehr (34 Prozent) als ihren nationalen Regierungen (24 Prozent). Eine deutliche Mehrheit der Europäer (61 Prozent) erklärt, die finanzielle Lage ihres Haushalts sei derzeit gut. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern: Die Zahlen reichen von 24 Prozent in Griechenland bis 77 Prozent in Deutschland, 85 Prozent in den Niederlanden und 90 Prozent in Schweden. Die Staatsschulden (40 Prozent), steigende Preise (34 Prozent) und die wirtschaftliche Lage (27 Prozent) gehören nach Meinung der befragten Deutschen zu den wichtigsten Problemen, EU-weit machen den Bürgern die wirtschaftliche Situation (45 Prozent) und die Arbeitslosigkeit (45 Prozent) große Sorgen.

Die Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2011 wurde zwischen dem 5. und dem 20. November 2011 in persönlichen Gesprächen durchgeführt. Insgesamt wurden 31 659 Personen in den 27 EU-Mitgliedstaaten und in den Beitrittsländern befragt.

Die Eurobarometer Herbst-Umfrage 2011 (erste Ergebnisse) finden Sie hier.

Die vollständige Pressemitteilung hier.

Quelle: EU-Kommission, http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/10383_de.htm