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Europäer immer besser geschützt

Europäer immer besser geschützt



Immer weniger gefährliche und fehlerhafte Textilien, Spielzeuge oder Elektrogeräte schaffen es in die Regale des EU-Einzelhandels. Das EU-weite Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte (RAPEX), über das solche unsicheren Güter gemeldet werden, arbeite immer effizienter, heißt es im RAPEX-Jahresbericht der EU-Kommission. 2010 sei eine Rekordzahl von 2.244 Produkten verboten, vom Markt genommen oder zurückgerufen worden – ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber 2009. Unternehmen und zuständige Behörden nähmen ihre Verantwortung für Produktsicherheit immer ernster, sagte Verbraucherschutzkommissar John Dalli. Hauptziel sei, dass Unternehmen künftig schon bei der Herstellung auf Sicherheit achteten. Auch 2010 betrafen die meisten RAPEX-Warnungen (58 Prozent) chinesische Produkte. Am häufigsten wurden Mängel bei Textilien gemeldet, gefolgt von Spielzeug, Kfz- und Elektroartikeln.

Quelle: EU-Kommission, Nachrichten vom 12.05.2011, S. 3.

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Bisphenol A in Babyfläschchen ab 1. März verboten

Bisphenol A in Babyfläschchen ab 1. März verboten



Zum Schutz von Säuglingen tritt jetzt das EU-Verbot des bisher weit verbreiteten und möglicherweise gefährlichen Stoffes BPA in Babyflaschen in Kraft. Ab 1. März 2011  ist Bisphenol A (BPA) bei der Herstellung von Babyflaschen EU-weit verboten. Für bereits produzierte Artikel gilt eine Übergangsfrist von 3 Monaten. Ab 1. Juni dürfen in der EU dann keine BPA-haltigen Babyfläschchen mehr in Verkehr gebracht oder eingeführt werden.

Die Industrie zieht bis zu diesem Zeitpunkt mit BPA belastete Babyflaschen auf freiwilliger Basis vom Markt zurück und ersetzt sie durch sicherere Produkte. . 

John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, sagte dazu: „Der 1. März 2011 stellt einen Meilenstein bei unseren Bemühungen dar, die Gesundheit der EU-Bürger zu schützen. Besonders, wenn es um unsere Kinder geht, folgen wir dem Vorsorgeprinzip. Da es bisher nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Belastung mit Bisphenol A für Säuglinge schädlich ist, ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass sie in diesem Bereich aktiv werden muss. Auf diese Weise soll die am stärksten gefährdete Personengruppe, d. h. die Säuglinge, immer weniger dieser belastenden Substanz ausgesetzt werden.”   

Das Verbot geht auf eine Ende Januar angenommene EU-Richtlinie (2011/8/EU) zurück. Die Mitgliedstaaten müssen nun die Europäische Kommission über die nationalen Rechtsvorschriften informieren, mit denen sie die Anforderungen der Richtlinie umsetzen wollen. Deutschland hat die Richtlinie bereits umgesetzt.

Was ist BPA?

Bei Bisphenol A handelt es sich um ein organisches Molekül, das für Polykarbonat-Kunststoffe verwendet wird, die dann bei der Herstellung von Babyflaschen aus Kunststoff ihren Einsatz finden.

Wenn solche Kunststoffbehälter bei hohen Temperaturen erhitzt werden, können kleine Mengen von BPA in die Lebensmittel – bei Babyflaschen also in die Milchersatznahrung – übergehen.  

Die Fähigkeit, BPA abzubauen, entwickelt sich bei Säuglingen in den ersten sechs Monaten erst nach und nach. In dieser Zeit sind sie aber der Substanz am stärksten ausgesetzt, besonders, wenn sie nur Milchersatznahrung in Babyflaschen erhalten.

Hintergrund

Ende März 2010 hat die dänische Regierung vorübergehend den Einsatz von BPA bei der Herstellung von Materialien aus Kunststoff untersagt, die mit Lebensmitteln für Kinder im Alter von bis zu 3 Jahren in Berührung kommen. Die Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gebeten, eine Stellungnahme zu den von Dänemark angegebenen Gründen für ein BPA-Verbot abzugeben.

Im Juli 2010 hat Frankreich ebenfalls angekündigt, Herstellung, Ein- und Ausfuhr sowie Inverkehrbringen von Säuglingsflaschen, die BPA enthalten, vorübergehend zu untersagen.

Die EFSA legte im September 2010 ihre Stellungnahme vor. Sie schloss, dass eine tägliche Aufnahmemenge von Bisphenol A bis zu 0,05 mg/kg Körpergewicht pro Tag unbedenklich sei. Die Belastung läge bei allen Bevölkerungsgruppen unterhalb dieses Wertes. Nach Angaben des EFSA-Gremiums haben sich jedoch einige Fragen im Hinblick auf mögliche Auswirkungen von BPA insbesondere auf Säuglinge ergeben. Bis aussagekräftigere Daten zu den Bereichen vorliegen, in denen noch Unsicherheit besteht, ist dieser Aspekt laut EFSA weiter zu beobachten.

Weitere Informationen finden Sie unter: Richtlinie 2011/8/EU